Feuerwehreinsatz nach Großbrand fast beendet – 9 Verletzte

KH-IPPESHEIM. Nach acht Stunden war der Einsatz für die Feuerwehren nach dem Großbrand eines Gewächshauses für die 82 Einsatzkräfte fast beendet. Der Alarm wurde gegen 19 Uhr von einem Anwohner mit dem Stichwort Flächenbrand gemeldet.

Bereits auf der Anfahrt wies eine schwarze Rauchsäule den Einsatzkräften den Weg zur Einsatzstelle in der Nähe des Ippesheimer Weihers. Ein ehemaliges Gewächshaus mit einer Größe von 10 Meter auf 30 Meter in dem etwa 70 Rundballen Heu und technisches Material gelagert wurden, stand in Vollbrand. Die Flammen schlugen seitlich und auf der Rückseite aus den zerborstenen Scheiben und drohten auf benachbarte Hallen und Wohnhäuser überzugreifen. Sofort wurde Vollalarm für alle vier Löschbezirke der Stadt Bad Kreuznach ausgelöst.

Es wurden 2 Einsatzabschnitte gebildet. Die Löschbezirke Ost und West bekämpften den Brand von der Ostseite der Halle und riegelten die Flammen zu den benachbarten Wohngebäuden und Garagen ab. Die Löschbezirke Süd und Nord nahmen die Brandbekämpfung von der Rückseite der Halle aus vor und verhinderten mit einer Riegelstellung ein Übergreifen der Flammen zur benachbarten Halle. Insgesamt wurden sieben C-Rohre und knapp 20 Trupps unter schwerem Atemschutz nacheinander eingesetzt, um den Brand zu löschen. Ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude konnte durch das rasche Eingreifen der Wehrleute verhindert werden. Zunächst wurde das Löschwasser aus den vielen vor Ort befindlichen Löschfahrzeugen entnommen. Dann wurde eine Löschwasserversorgung aus dem nahe liegenden Weiher aufgebaut. Sieben Personen erlitten eine Rauchvergiftung. Davon mussten vier Personen (darunter ein Kleinkind) zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden. Zwei Feuerwehrleute verletzten sich leicht, konnten aber ihren Dienst vor Ort nach kurzer Behandlung durch den Rettungsdienst, der mit einem Großaufgebot angerückt war, wieder fortsetzen. Etwa 50.000 Liter Wasser und 260 Liter Schaummittel, das als Netzmittel dem Löschwasser beigemischt wurde, wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt. Mit einem Radlader wurden die brennenden Heuballen aus der Halle geholt und auf eine Wiese gefahren. Dort wurden sie gründlich abgelöscht. Das Wohnhaus war leicht verraucht und wurde durch die Einsatzkräfte mit einem Belüftungsgerät entraucht. Das THW versorgte die Fahrzeuge und Aggregate mit einer mobilen Tankstelle vor Ort mit Kraftstoff. Die Verpflegungseinheit des Rettungsdienstes versorgte die Einsatzkräfte mit Brötchen und Getränken. Nach etwa acht Stunden rückten alle Kräfte ab, bis auf eine Brandwache, die von den Ippesheimer Wehrleuten gestellt wurde. Diese behielt die Einsatzstelle die Nacht über weiter im Auge.

Die Brandursache ist noch unklar.

red – 04.07.17

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