Neun Verletzte bei Großbrand – Feuerwehr rettet Halle des Mainzer Carneval Vereins

MAINZ. Bei einem Großbrand von Lagerhallen in der Mombacher Industriestraße sind gestern Abend neune Personen verletzt worden.
Um 18:15 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr durch eine Bürgerin, die im Dachbereich des Komplexes Rauch bemerkte. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der 70 x 25 Meter große Hallenkomplex in Vollbrand. Kurz danach stürzte bereits die Dachkonstruktion des vorderen Hallenteils in sich zusammen. Durch das Großfeuer entstand eine starke Rauchentwicklung mit einer Rauchsäule, die weit über Mainz hinaus sichtbar war. Aufgrund der starken Brandwirkung, waren die angrenzenden Gebäude stark gefährdet. Sofort wurde durch die Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr die Brandbekämpfung aufgenommen, sowie eine Riegelstellung zum Schutz der angrenzenden Gebäude eingerichtet.

Ein Übergreifen der Flammen auf die Wagenhalle des Mainzer Carneval Vereins konnten die Feuerwehren verhindern. Allerdings erlitten neun Personen Rauchvergiftungen. die mit dem Wagenbau für den Rosenmontagszug beschäftigt waren.

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Durch einen massiven Kräfteansatz konnte das Feuer auf die vorgefundene Lage beschränkt werden. Der Hallenkomplex hingegen konnte nicht gehalten werden und brannte vollständig nieder. In den Räumlichkeiten lagerten größere Mengen Zubehör für Wasserpfeifen, insbesondere mehrere Tonnen Holzkohle, die für eine hohe Brandlast sorgte.

Bis Mitternacht waren rund 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW und Katastrophenschutz der Stadt Mainz an der Brandstelle. Ergänzend dazu waren zwei Großtanklöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Wiesbaden in Bereitstellung.

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Während der Löschmaßnahmen wurde weiteres dienstfreies Personal hinzualarmiert, um die leeren Wachen zu besetzen und den Brandschutz in der Stadt sicherzustellen. Neben der Berufsfeuerwehr Mainz waren alle 11 Freiwilligen Feuerwehren am Nikolausabend im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten ziehen sich hin, da die Glutnester durch Trümmerteile verdeckt sind und mit schwerem Gerät durch das THW geräumt werden müssen. Folglich kann es zu weiteren Geruchsbelästigungen und weiterer Rauchentwicklung im Bereich der Einsatzstelle kommen, die sich bis in den frühen Morgen hinziehen können. Messfahrzeuge der Feuerwehren waren im Stadtgebiet unterwegs, die Messungen ergaben aber keinerlei Gesundheitsgefahren für die Anwohner.
Zur Brandursache und Schadenshöhe kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Auskunft gegeben werden. Die Polizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen.

 

red – 07.12.17